Vegane Süßungsmittel

Ob im Kuchen, im Pudding oder im Müsli – ein bisschen Süße darf nicht fehlen. Dabei finden wir heutzutage viel mehr als nur den altbekannten weißen Zucker in Super- und Biomärkten vor. Die Vielfalt bietet viele Geschmacksrichtungen, die unseren Alltag versüßen.

Ist raffinierter Zucker vegan?

Die Behauptung, weißer Zucker wäre nicht vegan, hält sich hartnäckig. Zwar ist das Rohmaterial – Zuckerrohr oder Zuckerrübe – pflanzlich, doch es gibt verschiedene Herstellungsweisen zur Filterung. Unter Umständen wird ein Filter aus Tierknochen (Knochenkohlefilter) verwendet, der die weiße Farbe des ursprünglich braunen Zuckers bewirkt. Die meisten Zuckerproduzent*innen weisen allerdings darauf hin, dass heutzutage keine tierischen Bestandteile mehr verwendet werden.

Rohrohrzucker

Wer ganz sichergehen will, kauft Rohrohrzucker. Dieser wird aus dem Zuckerrohr gewonnen und nicht gefiltert, weshalb er die typisch braune Färbung hat. Sein Geschmack ist malzig-karamellig, was besonders lecker im Tee oder Kaffee ist. Aber auch für Kuchen und schokoladige Desserts ist er wunderbar geeignet.

Kokosblütenzucker

Die Kokosnusspalme versorgt uns nicht nur mit Kokosnussmilch, sondern auch mit Kokosblütenzucker, der aus ihrem Blütenstand gewonnen wird. Durch seine bräunliche Farbe ähnelt er dem Rohrzucker, doch seine Konsistenz ist etwas feinkörniger. Gemeinsam haben die beiden Zuckerarten die Karamell-Geschmacksnote.

Vonig

Der Name lässt schon erahnen: Hier geht es um Honigersatz. Vonig gleicht in der Konsistenz, der Farbe und im Geschmack seinem Vorbild, doch in diesem Fall dürfen die Bienen ihren Honig behalten, denn die pflanzliche Alternative wird aus Gänseblümchen, Löwenzahn, Brennnesseln oder anderen Blumen hergestellt. Vonig kannst Du käuflich erwerben oder ganz einfach selbst machen – das Rezept für veganen Löwenzahn„honig“ findest Du hier.

Agavendicksaft

Agavendicksaft erinnert zunächst an Honig, hat jedoch eine flüssigere Konsistenz und einen sehr süßen, aber neutraleren Geschmack. Er eignet sich fürs Backen, für Salatdressings, als Süßungsmittel im Tee oder als Topping auf Deinem Obstsalat.

Ahornsirup

Den aus Kanada stammenden Ahornsirup, der aus dem Zucker-Ahorn gewonnen wird, kannst Du nicht nur als Topping für Deine Pancakes, sondern auch zum Karamellisieren verwenden, wie zum Beispiel bei veganem Speck aus Reispapier. Aufgrund seiner Karamell-Note eignet er sich zudem für leckere Desserts und im Tee.

Datteln

Die Früchte aus der Wüste eignen sich nicht nur als Snack zwischendurch, denn Du kannst sie ebenso als Süßungsmittel verwenden. Wenn Du einen Kuchen backen willst, musst Du nur ein paar Datteln in den Mixer geben, und kannst so ganz einfach Deinen eigenen Sirup herstellen. Wenn Du keinen Mixer zur Hand hast, dann erhältst Du Dattelsirup auch im Geschäft. Aus Datteln kannst Du aufgrund ihrer zähen Konsistenz übrigens auch leckere pflanzliche Pralinen herstellen.

Zuckerrübensirup

Die dunkelbraune zähflüssige Masse wird aus gekochten Zuckerrüben gewonnen und ist ein wahres Multitalent. Du kannst Zuckerrübensirup pur als Brotaufstrich, aber auch in der Küche zum Abschmecken von Saucen verwenden. Deine Backkunst kannst Du damit ebenso verfeinern.

Reissirup

Wenn Du es nicht ganz so süß magst, ist Reissirup vielleicht eine gute Zuckeralternative für Dich. Der aus Japan stammende Sirup wird aus Reiskörnern gewonnen und schmeckt leicht nussig und sanfter als herkömmlicher Zucker.