So legst Du Gemüse ein
Die Frühlings- und Sommermonate beschenken uns mit allerlei saisonalem und regionalem Gemüse. Wenn Du dieses auch in der Winterzeit genießen möchtest, dann erfährst Du hier, wie Du es ganz einfach selbst einlegen kannst.
Unsere Grundrezepte kannst Du nach Deinem eigenen Geschmack anpassen. Magst du es weniger sauer? Dann füge einfach weniger Essig hinzu. Probiere dafür die Marinade nach dem Kochen, um etwas nachzuwürzen. Für alle Rezepte benötigst Du sterilisierte Schraubgläser. Reinige sie dafür und stelle sie geöffnet zusammen mit den Deckeln in einen Topf. Koche Wasser im Wasserkocher und bedecke die Gläser und Deckel damit vollständig. Lass sie zehn Minuten stehen und verwende sie sofort weiter. Trockne lediglich die Gläser von außen und die Deckel vollständig mit einem sauberen Geschirrtuch.

15 bis 20 Einlegegurken
1 Liter Wasser
1 EL Steinsalz oder ein anderes Salz ohne Jod
2 bis 3 Knoblauchzehen oder mehr nach Belieben
1 große Dillblüte mit Stiel oder 1 Handvoll Dillspitzen

1. Die Gurken in einen großen Topf geben und komplett mit Wasser bedecken. Den Deckel auf den Topf geben und alles vier Stunden stehen lassen, damit die Gurken nach dem Einlegen knusprig bleiben.

2. In der Zwischenzeit das Wasser abkochen und komplett abkühlen lassen. Das Salz in das Wasser geben und umrühren, bis es sich aufgelöst hat.

3. Die Knoblauchzehen schälen und in grobe Stücke schneiden. Die Gurken senkrecht eng in das Glas geben, sodass die untere Hälfte voll ist. Die Hälfte der Knoblauchstücke darauf verteilen.

4. Danach die restlichen Gurken in das Glas pressen und den restlichen Knoblauch hinzugeben.

5. Nun die Dillblüte mit Stiel in das Glas drücken. Falls keine Dillblüten erhältlich sind, funktioniert das Rezept auch mit einer Handvoll Dillspitzen.

6. Alles mit dem abgekochten und gesalzenen Wasser auffüllen.

7. Wer das Schraubglas mehrfach verwenden und den Deckel vor dem Salz schützen möchte, legt ein Stück Frischhaltefolie auf die Öffnung. Zuschrauben und bei Raumtemperatur auf einem Tablett, welches das austretende Wasser auffängt, gären lassen.

8. Nach zwei bis drei Tagen sind milde Salzgurken, zu Polnisch Ogórki małosolne, fertig. Klassische Salzgurken, also Ogórki kiszone, benötigen im Sommer bei warmen Temperaturen sieben bis zehn Tage. Damit sie nicht weiter gären, müssen sie danach unbedingt in den Kühlschrank. Der Prozess lässt sich so auch bereits nach drei Tagen unterbrechen, wenn milde Salzgurken gewünscht sind. Falls in der Zwischenzeit zu viel Wasser ausgetreten ist und die Gurken nicht mehr vollständig bedeckt sind, einfach erneut Wasser abkochen, abkühlen lassen und nachfüllen, damit sich kein Schimmel bildet.


für fünf Schraubgläser mit je ungefähr 500 ml Fassungsvermögen
Glasinhalt
1,5 kg bunte Paprika
1 Zwiebel
5 Knoblauchzehen
5 Lorbeerblätter
10 Pimentkörner
25 Pfefferkörner
2,5 TL Senfkörner
5 EL Rapsöl
Für die Marinade
1 Liter Wasser
250 ml Essig mit 10 Prozent Säure oder nach Belieben
200 g Zucker
15 g Steinsalz oder ein anderes Salz ohne Jod

für fünf Schraubgläser mit je ungefähr 500 ml Fassungsvermögen
Glasinhalt
1,5 kg kleine Einlegegurken
1 Zwiebel
5 Knoblauchzehen
5 Lorbeerblätter
10 Pimentkörner
25 Pfefferkörner
2,5 TL Senfkörner
Für die Marinade
1 Liter Wasser
250 ml Essig mit 10 Prozent Säure oder nach Belieben
200 g Zucker
15 g Steinsalz oder ein anderes Salz ohne Jod

für vier Schraubgläser mit je ungefähr 300 ml Fassungsvermögen
Glasinhalt
700 g kleine Champignons
Wasser
Zwiebel
1 EL Essig mit 10 Prozent Säure
8 Pimentkörner
4 Lorbeerblätter
1 TL Senfkörner
1/2 TL Pfefferkörner
Für die Marinade
375 ml Wasser
80 ml Essig mit 10 Prozent Säure
1 EL Zucker
1/2 TL Steinsalz oder ein anderes Salz ohne Jod

für sieben Schraubgläser mit je ungefähr 600 ml Fassungsvermögen
Glasinhalt
1 kg Weißkohl
500 g Einlegegurken
500 g rote Paprika
500 g Möhren
500 g Zwiebeln
2 EL Steinsalz oder ein anderes Salz ohne Jod
14 Pimentkörner
7 Lorbeerblätter
2 TL Senfkörner
1 TL Pfefferkörner
Für die Marinade
750 ml Wasser
7 TL Rapsöl
190 ml Essig mit 10 Prozent Säure
180 g Zucker
Von Melanie Frommelius, Redakteurin beim Deutschen Tierschutzbund
Mit 150 Rezepten von prominenten Köch*innen zeigen „Tierschutz genießen“ und „Tierschutz genießen – Das Backbuch“ wie spielend leicht es ist, vegan zu schlemmen: Ob herzhafte Quiche, Burger und Schupfnudeln oder süße Kuchen, Cupcakes und Torten – hier bleiben keine Wünsche offen. Die Bücher sind für jeweils 24,95 € im Buchhandel vor Ort und online erhältlich. Das Beste ist: Mit dem Kauf der Bücher machst Du nicht nur Deine Geschmacksknospen glücklich, sondern unterstützt auch noch aktiv den Tierschutz. Mit jedem einzelnen veganen Gericht und mit Deiner Entscheidung für pflanzliche Zutaten kannst Du einen wertvollen Beitrag leisten und den unzähligen Rindern, Hühnern, Schweinen und all den anderen Tieren, die in der Landwirtschaft leiden, eine Stimme geben. Weitere Informationen findest Du auf www.tierschutz-genießen.de