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Viele Fische im Wasser.

Fünf Fakten über Fische

Fische sind für unsere Wahrnehmung zwar stumm, aber keinesfalls gefühllos – die Wasserbewohner haben einiges auf dem Kasten und verfügen über beeindruckende Fähigkeiten. Sie sind faszinierende Tiere, die unsere Aufmerksamkeit, unseren Respekt sowie unser Mitgefühl verdient haben. Hier kommen fünf Fakten über Fische, die Du vielleicht noch nicht kanntest.

1. Fische fühlen Schmerzen

Viele Menschen sprechen Fischen jegliches Empfindungsvermögen ab, da sie vermeintlich stumm sind. Doch die Wissenschaft zeigt, dass die Tiere nicht nur Schmerzen erleiden, sondern auch Emotionen wie Angst, Stress, aber auch Freude oder Langeweile verspüren. Das liegt daran, dass sie die gleichen Neurotransmitter wie Menschen produzieren – Dopamin und Endorphine. Sie können sogar positive Emotionen erleben – beispielsweise ausgelöst durch ihr Spielverhalten. Wenn sie geangelt oder mit Netzen aus dem Meer gezogen werden, leiden sie stumm unter den Qualen. Fische verfügen nicht nur über physiologische Voraussetzungen, um Schmerz, Stress und Angst wahrzunehmen, ihre verschiedenen Verhaltensweisen lassen außerdem auf entsprechendes Empfinden schließen. So zeigen Forellen beispielsweise nach Verletzungen Anzeichen von Stress in Form eines verzögerten Fressverhaltens.

2. Fische sind Teamplayer

​​​​​Um nicht zur Beute anderer Raubfische zu werden, versammeln sich viele Fischarten aus Selbstschutz in großen Schwärmen oder Schulen. Schwärme sind soziale Gefüge, zu denen die Tiere sich bewusst anhand bevorzugter äußerlicher Merkmale zusammenschließen. Diese Merkmale helfen den Tieren dabei, Gruppen zu formen. Sehen Fische beispielsweise ähnlich aus, ist es für die Angreifer schwieriger, einzelne Fische zu erbeuten. Unter diese Schwärme fallen auch die Schulen, die hochspezialisierte Gruppen sind. Die Tiere darin schwimmen synchron und sind damit effizienter. Gemeinsam ist man stärker – das gilt auch, wenn Fische als Duo auf die Jagd gehen. Ein Zackenbarsch und eine Riesenmuräne haben zu zweit bessere Chancen, die Beute zu fangen. Dafür müssen sie gut kommunizieren können, was für die intelligenten Fische kein Problem ist. In vertrauten Gruppen fühlen sie sich besonders wohl und können durch die Anwesenheit ihrer „Fischfreunde“ besser auf Gefahren reagieren. Im sozialen Miteinander ist es ebenfalls hilfreich, dass Fische dazu in der Lage sind, durch Bewegungen sowie Gesten und elektrische Impulse zu kommunizieren. Durch Biolumineszenz erzeugen sie also Licht, das andere Fische sehen können, und sie sind dazu fähig, bestimmte Chemikalien auszustoßen, die von anderen vernommen werden.

3. Wanderfische legen in ihrem Leben Tausende von Kilometern zurück

​​​​​Wanderfische wie Lachse oder Forellen verbringen ihr Leben nicht an einem Ort, sondern verlassen im jugendlichen Alter das Süßwasser der Flüsse und wandern tausende Kilometer bis zum Meer. Der Grund dafür ist, dass es dort mehr Nahrung für sie gibt. Sie verbringen den Großteil ihres Lebens im Meer, bis sie selbst Nachwuchs bekommen. Dafür machen sie sich nach ihrer Wachstumsphase, die bis zu drei Jahre dauern kann, auf die lange Rückreise, überwinden Wasserfälle und andere Hürden, um anschließend in den Flüssen zu laichen. Manche Fische sind beispielsweise dazu in der Lage, bis zu drei Meter hoch zu springen. Dafür bilden sie spezielle Muskeln aus und kommen am Ende ihrer Reise als völlig veränderte Tiere zurück.

 

4. Fische haben ein gutes Gedächtnis

​​​​​Fische haben ausgesprochen gute kognitive Fähigkeiten, die ihnen in mehreren Lebensbereichen behilflich sind. Dazu gehört unter anderem ihr ausgeprägtes Gedächtnis, mithilfe dessen sie sich lange Wege merken können. Vor allem für Wanderfische ist das von großer Bedeutung, da sie Tausende von Kilometern zurücklegen und sich die Strecke einprägen müssen. Zudem lernen Fische äußerst schnell aus ihren eigenen Erfahrungen, Erinnerungen und ihrer Wahrnehmung. So sind sie viel besser dazu in der Lage, Gefahren aus dem Weg zu gehen und sich in Erinnerung zu rufen, in welche Situationen sie sich lieber nicht noch mal begeben sollten: So gehen sie nur noch zu zehn Prozent ein zweites Mal an die Angel und nur zu einem Prozent ein drittes Mal. Das zeigt, dass sie nicht nur wahrnehmen, was geschieht, sondern sich auch daran erinnern können.

5. Fische haben die Kontrolle

​​​​​Da die meisten Fischarten wechselwarme Tiere sind, können sie ihre Körpertemperatur der Umgebung anpassen. Das ist in den unterschiedlichen Gewässern extrem hilfreich. Knochenfische, also Fische mit einem verknöcherten Skelett wie Lachse, können aber noch mehr: Um sich fortzubewegen, pumpen sie gezielt Gas in ihre Schwimmblase. So regulieren sie ihren Auf- und Abtrieb. Doch nicht nur ihre physischen, sondern auch ihre kognitiven Fähigkeiten helfen ihnen dabei, die Kontrolle zu behalten: Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge haben sie eine Vorstellung von zukünftigen Ereignissen. Das hilft ihnen beispielsweise bei der Kultivierung von Korallen, die ihnen als Nahrung dienen und die sie scheinbar für die Zukunft aufsparen. Dieses Verhalten ist vergleichbar mit unserem Anbau von Weizen oder Mais. Zudem nutzen sie Werkzeuge und erschaffen wahre Kunstwerke: Bis zu neun Tage lang formt der Japanische Kugelfisch exakt gestaltete Formen mit seinem Bauch und Fächerbewegungen seiner Flossen, um damit paarungswillige Weibchen anzulocken. Auch das gehört zu ihrer Fähigkeit, Vorhaben zu planen und zielorientiert umzusetzen.

 

 

Wenn Du Dich für Fische starkmachen möchtest, dann ist die pflanzliche Ernährungs- und Lebensweise der beste Weg, um den wundervollen Tieren eine Stimme zu geben. Auf unserer Rezeptseite, in „Tierschutz genießen – Die Vorratskammer“ und auf unsere Seite mit Ersatzprodukten findest Du zahlreiche Tipps und Inspirationen zu leckeren veganen Gerichten. Unter www.tierschutz-genießen.de gibt es außerdem alle Informationen zu „Tierschutz genießen“, das Kochbuch des Deutschen Tierschutzbundes, und seinem süßen Pendant „Tierschutz genießen – Das Backbuch“.