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Links sind Eier und rechts Tofuwürfel zu sehen.

Wusstest Du schon, dass ...

... die Produktion von Eiern durchschnittlich mehr Ressourcen beansprucht als die einiger veganer Alternativen? Wir haben uns die Ergebnisse einer repräsentativen Studie genauer angeschaut und die wichtigsten Ergebnisse zusammengefasst.

Wasserfußabdruck

So hoch ist der Verbrauch von Frischwasser bei der Produktion von Eiern im Vergleich zur Herstellung pflanzlicher Alternativen:

 

Verglichen mit pflanzlichen Alternativen verbrauchen Eier wesentlich mehr Frischwasser: Bei der Produktion kommen pro 100 Gramm Proteingehalt im Lebensmittel ganze 512 Liter zum Einsatz. Für die Kategorie „diverse Hülsenfrüchte“ hingegen fallen mit 204 Litern nur die Hälfte davon an. Noch besser schneidet die Kategorie „diverse Gemüsesorten“ mit 103 Litern und Tofu mit 93 Litern ab. Interessiert Dich der Wasserfußabdruck pflanzlicher Alternativen, kannst Du in unserem Artikel „Vegan vs. tierisch: Auswirkungen auf unsere Gewässer“ nachlesen, wie diese sich im Vergleich zu tierischen Produkten auf unsere Gewässer auswirken.

Klimabilanz

So hoch ist der Ausstoß von CO²-Äquivalenten bei der Produktion von Eiern im Vergleich zur Herstellung pflanzlicher Alternativen:

 

Auch in Bezug auf die Klimabilanz gehen Eier als eindeutige Verlierer aus dem Rennen. Mit 4,2 Kilogramm CO²-Äquivalenten pro 100 Gramm Proteingehalt im Lebensmittel sind die verursachten Emissionen bei der Produktion mehr als doppelt so hoch wie bei Tofu. Noch weniger Ressourcen verbraucht die Herstellung von diversen Hülsenfrüchten mit 0,8 Kilogramm und diversen Gemüsesorten mit 0,5 Kilogramm.

Hinter dem Begriff CO²-Äquivalente verbirgt sich eine Maßeinheit, welche die Auswirkungen verschiedener Treibhausgase zusammenfasst. Denn neben Kohlendioxid tragen auch Methan und Lachgas zum Treibhauseffekt bei. Doch nicht im gleichen Maße und sie verbleiben auch unterschiedlich lang in der Atmosphäre. Um ihre Emissionen vergleichen und zusammenfassen zu können, werden sie in vergleichbare Einheiten umgerechnet. Mithilfe von sogenannten Erwärmungspotenzialen können wir berechnen, wie sich ein bestimmtes Treibhausgas über einen festgelegten Zeitraum im Vergleich zu CO² auswirkt.

Landflächennutzung

So viele Quadratmeter Landfläche sind für die Produktion von Eiern im Vergleich zur Herstellung pflanzlicher Alternativen notwendig:

 

Beim Vergleich der Landflächennutzung beansprucht die Produktion von Eiern mit 5,7 Quadratmetern pro 100 Gramm Proteingehalt im Lebensmittel zwar weniger Fläche als diverse Hülsenfrüchte mit 7,3 Quadratmetern. Doch durchschnittlich schneiden pflanzliche Alternativen trotzdem besser ab. Schließlich werden für die Herstellung von Tofu nur 2,2 und für diverse Gemüsesorten nur 0,4 Quadratmeter benötigt – ein Bruchteil der Landflächennutzung der Produktion von Eiern.

Ei-Alternativen: Für die Umwelt und die Tiere

Die große Differenz zwischen Eiern und den unterschiedlichen pflanzlichen Alternativen kommt zustande, weil für das tierische Produkt wesentlich mehr Ressourcen benötigt werden. Hühner brauchen Platz und stoßen selbst Treibhausgase aus. Zudem bedarf es Futter, das angebaut und bewässert werden muss. Deutlich besser und effizienter wäre es, diese Pflanzen direkt für den menschlichen Verzehr zu produzieren.

Vor allem sprechen Tierschutzgründe für vegane Ei-Alternativen, denn hinter der Produktion von Eiern steckt immenses Tierleid. Wenn Du Dich über die grausame Eiproduktion und ihre Auswirkungen auf die Tiere informieren möchtest, kannst Du den Artikel „Die Übriggebliebenen“ in DU UND DAS TIER, dem Magazin des Deutschen Tierschutzbundes, nachlesen. Wir klären darüber auf, was mit den männlichen Küken, die für die Wirtschaft nicht profitabel sind, passiert und welche enormen Tierschutzprobleme für den bloßen Genuss von Eiern entstehen

 

Von Melanie Frommelius, Redakteurin beim Deutschen Tierschutzbund